Seniorenrat: Neue Meldestelle für Sicherheitsprobleme

Der Seniorenrat des Bezirks Küssnacht richtet eine Meldestelle ein, der man Anliegen zur Sicherheit im öffentlichen Raum melden kann.

In den letzten Jahren wurden auf Anregung des Seniorenrats mehrere Anliegen zu Fragen der Sicherheit im Alter umgesetzt: Beispielsweise Handläufe bei den Treppen neben dem Haus Seemattweg 6 und beim Schulhaus Seematt oder die Sanierung des Weges Richtung Eichholtern. Im laufenden Jahr macht der Seniorenrat Vorschläge zu Sicherungen für Fussgänger und Schulkinder in Merlischachen und Immensee und zu den 30er-Zonen im Bezirk. Das Thema Sicherheit im Alter ist ein Kernanliegen des Seniorenrats. Die Umfrage 2014 unter den Seniorinnen und Senioren des Bezirks hat gezeigt, dass Fragen um die Sicherheit auf Strassen und Wegen für viele Personen ein wichtiges Thema ist.

Anliegen zentral melden
Jetzt hat der Seniorenrat auch eine Meldestelle für Sicherheitsprobleme eingerichtet. Sie soll allen Einwohnern die Möglichkeit geben, Anliegen von allgemeinem Interesse zu melden, die Verbesserungen für die Sicherheit von älteren Personen, aber auch von Fussgängern, Velofahrern usw. im Bezirk bringen könnten. Die Küssnachterin Anita Gössi leitet die Arbeitsgruppe Sicherheit im Alter und nimmt Meldungen aus der Bevölkerung gerne entgegen. Sie sagt: «Wichtig ist, dass Sicherheitsprobleme zentral bei einer Stelle gemeldet werden können und dass die Leute wissen, dass ihre Wünsche behandelt werden und mit zuständigen Behörden eine mögliche Umsetzung besprochen wird. Keine Anliegen sollen versanden.»
Die Arbeitsgruppe wird die Öffentlichkeit über Wünsche und deren Umsetzung informieren.

Meldestelle für Probleme «Sicherheit im Alter»:
Frau Anita Gössi
Tel. 041 852 01 30
anita.goessi (at) bluewin.ch

Anita Gössi auf der restaurierten Treppe mit neuem Geländer im Seemattquartier.

Neue Initiativen des Seniorenrats im Bezirk

Küssnacht, 30.12.2015 - Soeben hat der Seniorenrat seinen Jahresbericht 2015 erstellt. Er will 2016 wichtige Ergebnisse der Befragung der Senioren im Bezirk verwirklichen, und er greift neue Themen auf.

Altersgerechte, barrierefreie Wohnungen in Zentrumsnähe mit Anschluss an den öV sind von Senioren weiterhin sehr gesucht. Der Seniorenrat hat daher im Rahmen der öffentlichen Stellungnahmen zur Teilrevision des Zonenplanes in einer Eingabe gewünscht, dass im Zentrum von Küssnacht höher und dichter gebaut werden sollte. Der daraus für die Bauherrschaft gewonnene Raum könnte als günstiger Wohnraum für Senioren genutzt werden.

Nachbarschaftshilfe
Eine Nachbarschaftshilfe für alltägliche praktische Dienstleistungen gibt es im Bezirk nicht. Diese Lücke gilt es zu füllen. Eine gemischte Arbeitsgruppe aus der bezirksrätlichen Kommission für Altersfragen und dem Seniorenrat hat dazu ein Konzept erarbeitet. Dieses wurde am 25. November 2015 vom Bezirksrat genehmigt und die Umsetzung der Fachstelle für Gesellschaftsfragen aufgetragen.

Sicherheit im Alter
Eine neue Arbeitsgruppe hat sich mit mehreren neuralgischen Stellen des Verkehrs im Bezirk befasst, diese analysiert und Vorschläge zur Verbesserung unterbreitet. Sie sind an die Kommission für Altersfragen weitergeleitet worden. Die Anträge beziehen sich auf die Gefahren für Schulkinder und Senioren im Dorfzentrum und auf der Bahnhofstrasse in Merlischachen, auf die Problematik fehlender Fussgängerstreifen in den 30er-Zonen im ganzen Bezirk und die Fussgängersicherheit auf der Artherstrasse in Immensee im Einzugsbereich der Überbauungen Ribetschi und Martinsweid. Der Seniorenrat hat beschlossen, eine ständige Arbeitsgruppe Sicherheit im Alter mit einer Meldestelle einzurichten. Dieser Meldestelle sollen alle Einwohner ihre Anliegen bezüglich Sicherheit darlegen können. Die Meldestelle soll ab März 2016 funktionieren.

Sitzbänkli und Fitnessgeräte
Eine weitere Arbeitsgruppe des Seniorenrates befasste sich mit den vorhandenen Sitzbänkli im ganzen Bezirk und insbesondere auch mit den häufig benutzten Bushaltestellen ohne Sitzgelegenheit und Überdachungen. Empfehlungen für weitere Sitzbänkli werden direkt mit dem Tourismusverein HohlgassLand besprochen. Sitzgelegenheiten sollten auch über den Winter nicht demontiert werden.
Fitnessgeräte im Freien werden immer häufiger in verschiedenen Gemeinden erstellt und auch rege benutzt. Die Arbeitsgruppe schlägt vor, fünf bis sieben solche Geräte im Bereich Seemattzopf seeseitig des Tennisplatzes aufzustellen. Damit eine Detailplanung und die Sponsorensuche anlaufen können, wünscht der Seniorenrat vorerst vom Bezirksrat einen Grundsatzentscheid, dass eine solche Anlage auf öffentlichem Grund aufgestellt werden kann.
Der Seniorenrat hat zurzeit 20 Mitglieder. Der Seniorenrat sucht Verstärkung aus Immensee und Merlischachen, wobei der Frauenanteil erhöht werden soll.

Weitere Informationen Seniorenrat Bezirk Küssnacht

 

Unterstützung für Senioren bei der Wohnungssuche: Kommission für Altersfragen lanciert einen Wohndialog

Die Kommission für Altersfragen des Bezirks Küssnacht startet unter dem Arbeitstitel Wohndialog eine Sensibilisierungskampagne zur Wohnsituation im Alter. Konkretes Ziel ist der Aufbau einer Immobilienplattform als Hilfe zur Selbsthilfe für Seniorinnen und Senioren im Bezirk Küssnacht.

Die Zahl älterer Menschen wird sich im Kanton Schwyz bis ins Jahr 2030 verdoppeln. Auch im Bezirk wird diese weiter zunehmen. Gemäss soziologischen Grundlagen ziehen Leute im höheren Alter zudem häufig nochmals um, haben jedoch nur geringe Umzugserfahrung. Dies veranlasst die Kommission für Altersfragen des Bezirks Küssnacht einen Wohndialog zu lancieren. Hauptziel ist es, eine Immobilienplattform aufzubauen und so die älteren Menschen bei der Suche nach einem neuen Heim zu unterstützen.

Zugang zu den Wohnungsangeboten ermöglichen
«Es geht dabei nicht darum, Seniorinnen und Senioren bei der Suche nach einer Wohnung zu bevorzugen», hält Roman Lang, Leiter der Fachstelle für Gesellschaftsfragen des Bezirks, fest. «Wir möchten ihnen aber Unterstützung bieten, wenn sie Mühe im Umgang mit dem Internet haben und deshalb den Zugang zu den Wohnungsangeboten und Unterlagen nicht finden. Zudem möchten wir den Seniorinnen und Senioren beim Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen helfen. Denn ohne vollständige Unterlagen besteht keine Chance, sich erfolgreich um eine Wohnung zu bewerben.»

Unterstützung und Hilfe sind ab sofort verfügbar
Seniorinnen und Senioren im Bezirk Küssnacht, welche Hilfe und Unterstützung bei der Wohnungssuche benötigen, müssen nun aber nicht warten, bis die neue Immobilienplattform eingerichtet und in Betrieb ist. «Unsere Dienstleistungen sind ab sofort verfügbar», erklärt Roman Lang.
Das Vorgehen für Seniorinnen und Senioren ist ganz einfach: Sie melden ihre Bedürfnisse der Infostelle für Altersfragen, welche sich im Zentrum Monséjour befindet. Roman Lang nimmt ihr Anliegen entgegen und leitet im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe die weiteren Schritte ein, vermittelt weiterführende Kontakte und zeigt Lösungswege auf.

3. Juli 2015: PDF des Artikels aus der Küssnachter Lokalzeitung «Freier Schweizer» mit detaillierten Informationen zur Lancierung des Wohndialogs im Bezirk Küssnacht.

 

Freuen Sie sich auf die Zukunft

Auf die Zukunft im Bezirk Küssnacht soll man sich freuen können – und dazu gehört auch das älter werden.

Bezirksrat, Kommission für Altersfragen und Infostelle für Altersfragen verfolgen das Ziel, das gute Angebot an sozialen Dienstleistungen für die älteren Menschen im Bezirk Küssnacht zu erhalten und qualitativ weiter auszubauen.

Schwerpunkte sind

  • spitalexterne Versorgung und Gesundheitsförderung
  • Aktivitäten und Solidarität
  • Spiritualität, Sterben und Tod
  • Wohnen und Sicherheit im Alter
  • Verkehr, Mobilität und Infrastruktur
  • Alter und Migration
  • Information und Koordination

 Alterspolitik im Bezirk Küssnacht

Für die Alterspolitik im Bezirk ist der Bezirksrat verantwortlich. In seinem Strategiepapier hält er fest: «Der Bezirksrat ermöglicht, dass betagte Menschen ihren Lebensabend zu Hause oder in der Gemeinde in vertrauter Umgebung verbringen können.»

Alterspolitik hat im Bezirk Küssnacht zum Ziel, den Beitrag älterer Menschen für die Gesellschaft vermehrt zu anerkennen und zu schätzen. Autonomie und die Partizipation der älteren Menschen sollen gefördert, die Solidarität zwischen den Generationen soll gestärkt werden.

Mit gezielter Alterspolitik Wohlbefinden und Sicherheit zu gewährleisten, ist ebenso wichtig wie das Engagement älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Altersleitbild 2015